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Spendenkonto für Prozeßkosten eingerichtet

Seit dem Ende des Prozesses haben wir zahlreiche Solidaritäts-Mails und -anrufe erhalten und konnten in den Kommentarspalten der berichtenden Medien viele solidarische Posts lesen. Vielen Dank dafür an alle!

Da uns auch einige Anfragen erreicht haben, wohin mensch für die Prozeßkosten spenden kann, haben wir ein Spendenkonto eingerichtet, auf das gerne gespendet werden darf.

Wir bedanken uns bei Wadi e.V. – Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit für die schnelle und unbürokratische Bereitschaft, die Spenden für uns auf ihrem Konto zu sammeln, und beim Blog Lizas Welt für einen Spendenaufruf und umfangreichen weiteren Support! Vielen Dank!

(Steuerabzugsfähige) Spenden können an das folgende Konto von WADI e.V. geschickt werden:

WADI e.V.
Verwendungszweck (nicht vergessen!): Bochumer Fahnenstreit
Kontonummer: 612 305 602
Kreditinstitut: Postbank Frankfurt/Main
BLZ: 500 100 60
IBAN: DE43500100600612305602
BIC: PBNKDEFF

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Pressespiegel zum heutigen Prozeß

Anbei einige Links zu Artikeln über den heutigen Prozeß. Offenbar gilt das ganze inzwischen als überregional relevant… 😉
Wenn wir etwas neues entdecken, wird dieser Pressespiegel aktualisiert.

WAZ-Lokal

Jerusalem Post

Welt am Sonntag

Lizas Welt

Yahoo News

Ruhrbarone

bo-alternativ

shortnews

news-adhoc

WAZ-Regional

Prozess gegen Anmelderin einer Kundgebung gegen Antisemitismus endet mit Verurteilung

Den heutigen Prozeß haben wir leider verloren. 😦

Vielen Dank an alle, die da waren und/oder Soli-E-Mails geschrieben haben! Ein besonderer Dank geht an die Genoss_Innen, die Cupcakes mitgebracht haben! 😉

Alle, die nicht da waren, können sich noch durch das organisieren oder besuchen von Soli-Partys für die Prozeßkosten solidarisch zeigen. Achtet auf Ankündigungen oder organisiert selbst was!

Anbei dokumentieren wir unsere heutige Presseerklärung zum Prozeßausgang:

Der heutige Prozess gegen eine Antifaschistin, die im Januar anlässlich einer israelfeindlichen Demonstration eine spontane Kundgebung gegen Antisemitismus angemeldet hatte, endete mit einer Verurteilung zu einer Geldstrafe von 300 Euro zuzüglich Gerichtskosten. Das Gericht bezweifelte den spontanen Charakter der Aktion und bemängelte, die Veranstaltung hätte frühzeitig angemeldet werden müssen. Darüber hinaus begründete das Gericht seine Entscheidung damit, dass die Teilnehmer_Innen der israelfeindlichen Demonstration durch die Aktion „provoziert“ worden seien und dadurch eine „gefährliche Situation“ entstanden sei. Silvia Stratmann, Pressesprecherin der Freund_Innen der befreiten Gesellschaft“, dazu: „Wir sind mit diesem Urteil sehr unzufrieden. Es kann nicht sein, dass spontanes Eintreten gegen Antisemitismus kriminalisiert wird, und dass dies auch noch mit der Gefährlichkeit der israelfeindlichen Demonstration begründet wird. Wir befürchten, dass das Urteil sich negativ auf die Bereitschaft anderer Menschen auswirkt, sich symbolisch gegen öffentlich geäußerten Antisemitismus zu stellen. Denn nun kommt zu der Bedrohung durch antiisraelische Demonstrant_Innen, auch noch die Sorge um staatliche Repression hinzu.“

Erneuter Prozeß gegen die Anmelderin einer Spontankundgebung gegen Antisemitismus

Hier dokumentieren wir unsere heutige Presseerklärung zur Fortsetzung des Prozesses:

„Die Neuauflage eines Prozesses gegen die Anmelderin einer spontanen Kundgebung gegen Antisemitismus, anläßlich einer antiisraelischen Demonstration am 17. Januar 2009, findet am kommenden Mittwoch (9.9.2009) um 09:00 Uhr vor dem Amtsgericht Bochum statt. Der Prozess am 01.Juli 2009 wurde ausgesetzt, um der Staatsanwaltschaft Nachermittlungen zu ermöglichen.
Die Angeklagte und ihr Anwalt lehnten eine Einstellung gegen Auflagen ab. Silvia Stratmann, Pressesprecherin der Freund_Innen der befreiten Gesellschaft, betonte: „Spontaner Aktivismus gegen Antisemitismus ist keine Straftat, sondern bitter notwendig“.

Weitere Informationen zu den Hintergründen des Prozesses entnehmen Sie bitte unserer Presseerklärung vom 29. Juni 2009.“

Solidarische Prozeßbesucher_Innen sind gerne willkommen, besonders wenn sie Kuchen mitbringen… 😉

„Antikriegstag“ in Dortmund verhindern!

Auch die Freund_Innen der befreiten Gesellschaft beteiligen sich an den Aktivitäten gegen den sogenannten „Antikriegstag“ der Nazis in Dortmund am 5. September 2009. Wir unterstützen den Aufruf des Salon des Communistes Düsseldorf, den wir im folgenden dokumentieren:

LET PEACE COME!
Aufruf gegen den Naziaufmarsch am Antikriegstag in Dortmund

Der autonome Neonazismus, wie er sich am 5.9 in Dortmund unter dem Motto „Gegen imperialistische Kriegstreiberei und Aggressionskriege“
anlässlich des Antikriegstages auf der Straße präsentieren wird, steht
für eine militante und reaktionäre Form der Kritik an der bürgerlichen
Gesellschaft und ihren Erscheinungen. Zentrale ideologische Elemente
ihres Aufrufstextes sind völkischer Nationalismus und Antiliberalismus,
reaktionärer Antikapitalismus und Antiimperialismus sowie
Antiamerikanismus und Antizionismus.
Der „sozialrevolutionäre“ Gestus ist allerdings nicht neu, sondern steht
in der Tradition zahlreicher revisionistischer, faschistischer und
nationalsozialistischer Strömungen Deutschlands, Italiens oder
Frankreichs als Verfechter des „Dritten Weges“, deren direkte
Ideologiegeschichte sich bis zur vorletzten Jahrhundertwende
zurückverfolgen lässt. Weiterlesen ‚„Antikriegstag“ in Dortmund verhindern!‘

Sommer, Sonne, Antifa – Antifa-Camp in Oberhausen!

Vom 5.-9. August 2009 findet das diesjährige Antifa-Camp in Oberhausen statt. Mehr Infos dazu findet Ihr auf www.antifacamp.de.

antifacamp

Intervention gegen die „Rote Antifa“

Auch die Freund_Innen der befreiten Gesellschaft unterstützen die nachfolgende Erklärung verschiedener antifaschistischer Gruppen, die sich gegen sexistische, nationalistische und antisemitische Ausfälle der „Roten Antifa Duisburg“ richtet. Die Erklärung nebst allen unterstützenden Gruppen gibt es auch auf einem eigenen Blog:
http://interventionen.blogsport.de/

Hier der Text der Erklärung:

Intervention gegen die „Rote Antifa“

Seit über eineinhalb Jahren etabliert sich in den antifaschistischen Strukturen in NRW eine junge Duisburger Gruppe unter dem Label „Rote Antifa“. Die Gruppe erklärt auf ihrer Internetseite, sie verstehe sich als Duisburger Vorhut einer internationalistischen, antirassistischen und antikapitalistischen Globalbewegung. Schon seit einigen Monaten ist sie zumindest teilweise an der medialen Aufarbeitung von Anti-Nazi-, Friedens- und anderen sozialpolitischen Demonstrationen beteiligt – ein umfangreiches Internetarchiv vermittelt den Eindruck einer stark organisierten und durch breite Strukturen unterstützten Arbeit. Sie sucht darüber hinaus Anschluss zu bestehenden linken Strukturen in NRW. Auch im restlichen Bundesgebiet und teilweise sogar im europäischen Ausland knüpft sie erste Kontakte. Sie tritt auf nahezu allen größeren politischen Events in NRW in Erscheinung, mobilisiert zu eigenen Antifa-Blöcken und führt schwach organisierte Demonstrationen spontan durch eine geschlossene Spitze und eigene Transparente an. Demnach ließe sich also eine Bereicherung hiesiger Strukturen vermuten. Doch seit Beginn ihrer politischen Tätigkeit ist die Gruppe regelmäßig in gewalttätige Aktionen gegen andere antifaschistische Gruppen und Einzelpersonen involviert. Zudem kam es zu Aussagen, die darauf schließen lassen, dass die „Rote Antifa“ einen anarchistischen und linkskommunistischen Minimalkonsens nicht teilt. Weiterlesen ‚Intervention gegen die „Rote Antifa“‘